Der Weg durch die Kirchenburg

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Arbeitseinsatz der HOG

Unser Verein unterstützt die sächsische Gemeinde Holzmengen bei den Restaurierungsarbeiten rund um das Kirchenburgensemle

Projekt „Predigerhaus“

Die Sanierung des „Predigerhauses“ zum „European House of  Volunteers“ erfolgte im Rahmen eines ERASMUS+ Projektes. An diesem Projekt beiteiligten sich 4 Berufsschulen aus 4 Europäischen Nationen. Slovenien, Rumänien, Österreich und Deutschland. Das Haus ist ca. 1850 erbaut und gehört der evangelischen Kirche.

Nachdem umfangreiche Vorarbeiten – Kanalisation und Frischwasserleitungen legen, Dach und Giebelmauer sanieren – erledigt waren, konnte es drinnen mit der Entkernung und Neuinstallation weiter gehen.

Im Predigerhaus wurde eine 1 Zimmer Einliegerwohnung mit Küche und Bad eingerichtet. Sie wird von Rodica, einer langjährigen Mieterin, bewohnt. Auf der zum Garten ausgerichteten Seite des Hauses ist die Freiwilligenwohnung entstanden. Sie besteht aus 1 Gemeinschaftsraum mit Küche, einem separaten kleinen Zimmer, das als Büro eingerichtet werden soll und einem separaten Raum wo sich Toilette und Waschbecken befinden. Zwei Duschen mit WC und Waschbecken sind über den gemeinsamen Flur zu erreichen. Der Freiwilligenbereich soll mit Schlafkojen, die im Dachgeschoß geplant sind, erweitert werden.

Projekt Camp Ground

Die Idee besteht schon länger das Gelände nicht mehr nur als privaten Gemüsegarten sonder auch für Naturliebhaber aus der Stadt zugänglich zu machen.

Was genau wollten wir? Wir wollten einen Platz schaffen, an dem Natur auch Natur bleibt. Wo Menschen nachts noch Sterne sehen und den Ruf des Waldkautz hören können. Morgens Rodicas Hühner im Garten beobachten oder mit dem alten Kater und der jungen Hündin Maya spielen können. Ein bisschen heile Welt genießen.

Die Fläche ist leicht abschüssig, uneben und mit einigen Baumstümpfen. Aber der Blick den man von da oben ins Harbachtal auf der einen, den Karpaten auf der anderen Seite hat und immer die Imposante Kirchenburg im Blick einfach wunderschön. Die ersten Stellproben wurden mit Campervan, Wohnmobil und sogar Wohnwagen gemacht. Es funktionierte und begeisterte alle die es bis hinauf geschafft haben.

Es gab einiges zu tun. Nachdem das Gelände gemäht wurde kamen viele Baumstümpfe zum vorschein. Von denen musste die Fläche befreit werden. Tief hängende Äste wurden abgesägt. Das alte Plumsklo war zwar nützlich jedoch ausgesprochen unattraktiv. Es wurde zugeschüttet und eine neue Biotoilette wurde am Grundstücksrand gebaut. Alle Installationen, wie Frischwasser und Strom, wurden so gestaltet, dass sie im Winter augebaut werden konnten. Wer auf den Luxus eines Wasser Closetts besteht, hat die Möglichkeit das Bad mit Dusche im Haus zu nutzen. Es wurde eine Feuerstelle für Lagerfeuer errichtet, an der man gemütliche Abende verleben kann.

Ein neuer Hühnerstall mit Holzlager entstehen

Das Burghüterhaus

Die Holzmenger Gemeinde hatte beschlossen es aus dem Dornröschenschlaft zu holen und wieder zum Leben zu erwecken. Spinnen und sonsiges Getier hatten sich dort häuslich niedergelassen.

Nach alter Manier wurde der Holzboden mit Wasser geschrubbt und gewischt und geölt, die Fenster von den Spinnweben befreit und mit Zeitungspapier geputzt, das Mehl der Holzwürmer beseitigt, Regenrinnen begradigt und aus der Mauer wachsende Äste abgesägt. Die zwei Räume aus denen das Haus besteht waren nun sauber aber leer. In zwei Wehrtürmen lagerten ungenutzte Bänke und ein schöner großer Nachbarschaftstisch. Ideal um sie im größeren Raum aufzustellen. Die Siebenbürgerinnen waren voller Elan. Sie brachten immer mehr Einrichtungsgegenstände – gestickte Deckchen, Wandbehänge, Gardinen und Kissenbezüge – mit um den Raum wohnlich zu gestalten. Kaffeegeschirr und Wasserkocher hielten auch Einzug. Allmählich entstand das jetzige Gemeindehaus mit Museumscharakter.

Zur Freude aller Holzmenger Gemeindemitglieder wurde es feierlich mit einem Gottesdienst seiner neuen Bestimmung übergeben. Der siebenbürgische Festkuchen – Hanklich -, Nussstriezel und Kaffee wurden gereicht. Es wurde wie in alten Zeiten beisammen gesessen gesungen und viel gelacht.

Die beschriebenen Projekte sind erst zu einem Teil fertiggestellt. Der Fortschritt erfolgt langsam aber stetig. Je nachdem wie es uns die finanzielle Situation erlaubt und die Anzahl der helfenden Hände ermöglichen. Wir freuen uns über jede Hilfe.